DER FACHOFFIZIER IM HÖHEREN DIENST

Absolventen technischer Hochuniversitäten, Mediziner, Veterinärmediziner, Pharmazeuten und Theologen können beim Österreichischen Bundesheer als Fachoffiziere im höheren Dienst tätig werden.

Die Ausbildung zum Berufsoffizier an der Theresianischen Militärakademie oder die Ausbildung zum Milizoffizier („EF - Ausbildung“) sind für eine solche Laufbahn nicht erforderlich.
               
Fachoffizier Fachoffizier Aufgenommen werden Sie in ein zeitlich begrenztes Dienstverhältnis als „Militärperson auf Zeit“. Bereits ab dem ersten Tag sind Sie Offizier, tragen selbstverständlich Uniform und führen zumindest den Dienstgrad Oberleutnant (Bild links: Major des militärmedizinischen Dienstes, Bild rechts: Oberleutnant des höheren militärtechnischen Dienstes).


BEISPIEL: DER HÖHERE MILITÄRTECHNISCHE DIENST
Voraussetzungen für die Aufnahme als Offizier des höheren militärtechnischen Dienstes:

  1. Abschluss eines technischen Hochschulstudiums, der mit dem Erwerb eines Diplom-, Magister- oder Doktorgrades nachzuweisen ist.
  2. Vollständige Ableistung des Grundwehr- oder Ausbildungsdienstes in der Gesamtdauer von mindestens sechs Monaten.

BEISPIEL: DER MILITÄRMEDIZINISCHE DIENST
Als Offizier des militärmedizinischen Dienstes können aufgenommen werden:

  1. Mediziner mit der Berechtigung zur selbstständigen Ausübung des ärztlichen Berufes,
  2. Pharmazeuten nach erfolgreicher Ablegung der Prüfung für die Ausübung des Apothekerberufes, sowie
  3. Tierärzte.

Wie für den höheren militärtechnischen Dienst ist die vollständige Ableistung des Grundwehr- oder Ausbildungsdienstes in der Gesamtdauer von mindestens sechs Monaten erforderlich.

DEFINITIVSTELLUNG
Im Laufe des zeitlich befristeten Dienstverhältnisses haben Sie einen Grundausbildungslehrgang an der Landesverteidigungsakademie in der Dauer von sechs Monaten zu absolvieren. Darüber hinaus ist eine militärische Auslandsverwendung in der Gesamtdauer von mindestens 6 Monaten oder ein mindestens dreijähriges Verbleiben in der Auslandseinsatzbereitschaft erforderlich, um dadurch nach zumindest 6 Jahren in ein definitives Dienstverhältnis (im allgemeinen Sprachgebrauch als „Pragmatisierung“ bezeichnet) übernommen zu werden.

Sollten Sie diese beiden Voraussetzungen für eine Definitivstellung nicht erbringen, endet das zeitlich befristete Dienstverhältnis spätestens nach 9 Jahren bzw. mit der Vollendung des 40. Lebensjahres.

ANGEBOT
Fachoffizier Wenn Sie die Aufnahme hinter sich gebracht haben, steht ein interessantes Aufgabengebiet mit Zukunftsperspektiven sowohl national als auch international vor Ihnen.

Als Arzt werden Sie in den Sanitätseinrichtungen des Bundesheeres im Inland und im Ausland eingesetzt. Für Auslandsverwendungen gilt dabei das Freiwilligkeitsprinzip.

Im technischen Bereich hat das Österreichische Bundesheer über den Lebenslauf der eingeführten und in Einführung befindlichen Systeme ein breites Spektrum an Tätigkeiten in der Beschaffung, Entwicklung, Bereitstellung und Betreuung abzudecken.

Als Fachoffizier im höheren Dienst sind Sie dabei gleichermaßen Experte und Führungskraft. Als Spitzenfunktionen kommen im höheren militärtechnischen Dienst der Leiter des Rüstungsstabes und die Leiter von Direktionen und Abteilungen in der Zentralstelle und im militärmedizinischen Dienst der Leiter des Führungsgebietes militärisches Gesundheitswesen und der Leiter des militärmedizinischen Zentrums in Betracht.

Fachoffiziere im höheren Dienst sind Beamte und werden nach dem Gehaltsgesetz entlohnt. Beispielsweise verdient ein junger 25-jähriger Offizier des höheren militärtechnischen Dienstes brutto etwa 2.100 Euro, im Alter von 40 Jahren etwa 3.500 Euro und als 55-jähriger Offizier in der Funktion eines technischen Bereichsleiters etwa 6.000 Euro.

Das BMLV bietet seinen Offizieren darüber hinaus ein vielfältiges Angebot von Lehrgängen und Seminaren, die über die klassischen militärischen Aufgaben hinausgehend vor allem auch den Bereich der Persönlichkeitsentwicklung und des Managementtrainings abdecken.

Es darf nicht unerwähnt bleiben, dass nach wie vor der Staat zu den krisenbeständigsten Arbeitgebern Österreichs zählt.

AUFNAHMEMODALITÄTEN
Um „von außen“ aufgenommen zu werden, bedarf es neben den formalen Voraussetzungen (Hochschulabschluss, abgeleisteter Grundwehr- oder Ausbildungsdienst) eines unbesetzten Arbeitsplatzes, für den es ressortintern keinen anderen Interessenten gibt, und einer freien Planstelle, die aufgrund von Budgeteinsparungen knapp bemessen sind.

Deshalb ist auch bei bestehendem Interesse Ihrerseits und Ihrer zukünftigen Dienststelle mit einem Aufnahmeverfahren von etwa 6 Monaten zu rechnen.

Hoch qualifizierte Akademiker werden benötigt. Wenn Sie sich für den militärischen Dienst interessieren, lassen Sie sich von diesen Aufnahmemodalitäten keinesfalls abhalten und nehmen Sie Kontakt auf!

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