Carl von Hochenegg – Preis

der Wiener akademischen Burschenschaft Libertas

HocheneggDie Wr. akad. Burschenschaft Libertas hat sich anlässlich ihres 145. Stiftungsfestes im Jahre 2005 zur Aussetzung eines Förderpreises für herausragende Taten im Sinne des national–freiheitlichen Gedankens entschlossen.

Der Preis, benannt nach unserem Alten Herrn Carl von Hochenegg, soll insbesondere Initiativen und Ideen würdigen, die bereits vollständig in die Tat umgesetzt wurden, oder kurz vor deren Vollendung stehen.
Carl von Hochenegg wurde 27. 10. 1860 in Wien geboren. Nach dem Studium des Maschinenbaus mit Ausrichtung Elektrotechnik an der Technischen Hochschule in Wien trat Hochenegg 1883 bei Siemens & Halske in Wien ein und arbeitete dort in der Abteilung für elektrische Bahnen. Die Budapester Untergrundbahn, Teile des Wiener Straßenbahnnetzes und der Bergbahn Triest – Opčina, bei der erstmals bei der Talfahrt Energie zurück gewonnen wurde, sind nur drei seiner vielen Projekte.

Hochenegg1899 wurde er an die Lehrkanzel für Elektrotechnik der Technischen Hochschule Wien berufen, der er bis 1920 vorstand. Die Lehrkanzel war damals mehr schlecht als recht in einem untergebracht. Prof. Hochenegg setzte sich energisch für den Neubau eines eigenen elektrotechnischen Institutsgebäudes ein. 1903 konnte schließlich das Elektrotechnische Institut (Bild rechts) dem Betrieb übergeben werden. In den Folgejahren konnte von Hochenegg hier eine fortbildliche Elektrotechnikausbildung aufbauen.

Im Studienjahr 1906/07 war Hochenegg Rektor der Technischen Hochschule in Wien, die ihm zu ihren Ehrenbürger ernannte und 1928 auch das Ehrendoktorat verlieh. In seiner Zeit als Rektor hatte sich Prof. Hochenegg nicht nur mit den Anliegen der Elektrotechnik, sondern mit den Raumproblemen der gesamten Technischen Hochschule zu befassen. Durch den dringenden Raumbedarf wurden damals schon Pläne entwickelt, die Gebäude im 4. Bezirk gänzlich aufzugeben und die ganze Technik an einen neuen Standort zu verlegen, was durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges jedoch nicht weiterverfolgt werden konnte.

Während die Wiener Stadtverwaltung um 1910 lediglich das Straßenbahnnetz ausbauen wollte, plädierte Hochenegg vehement für den Ausbau eines elektrischen Wiener Schnellbahn- bzw. U-Bahnnetzes und arbeitete dazu zahlreiche Gutachten und Projekte aus. Die heutige Wiener Schnellbahn und U-Bahn verläuft teilweise auf bereits von Hochenegg geplanten Trassen.

Carl von Hochenegg verstarb am 6. 2. 1942 im Alter von 81 Jahren in seiner Geburts- und Heimatstadt Wien, die ihm zu Ehren eine Gasse im 19. Wiener Gemeindebezirk benannte.

Im Geiste des Namensgebers unseres Preises ist für uns nicht nur die Entwicklung von Projekten und Ideen, sondern auch besonders deren tatkräftige Realisierung von Bedeutung.
In den vergangenen Jahren hatten wir immer wieder die Freude, diesen Kriterien entsprechende Initiativen auszuzeichnen und finanziell zu unterstützen, von denen wir in der Folge einige kurz vorstellen möchten:

    • Die Schülerzeitung „Blaue Narzisse“; dieses Blatt wurde von einigen Schülern höherer Chemnitzer Schulen ins Leben gerufen und verfügt mittlerweile nicht nur über eine für vergleichbare Publikationen ungewöhnlich große Leserschaft, sondern auch über eine ausgezeichnete Heimseite im Netz. Von Anfang an wurden auf teils sehr hohem Niveau nicht etwa nur plakative politische Botschaften verbreitet, sondern der Leser auch intellektuell gefordert und zu weiterem Nachdenken angeregt.

    • HocheneggPlakat-Werbeaktion der cP! Eysn Steyr im gesamten Stadtgebiet, die der Mittelschulkorporation sowohl in den örtlichen Schulen als auch in der Stadt insgesamt  Aufmerksamkeit und einen erhöhten Bekanntheitsgrad einbrachten.

    • Gründung der pB! Germania Staßfurt, einer Stadt mit etwa 20.000 Einwohnern südlich von Magdeburg in Sachsen-Anhalt.

    • Öffentlichkeitswirksame Aktivitäten des Bundes Freier Jugend (BFJ) insbesondere in Oberösterreich. Durch seine von der Bevölkerung stark wahrgenommene Kundgebungen und Veranstaltungen beanspruchte der BFJ in mutiger Weise ein Feld, das sonst quasi ausschließlich der Linken vorbehalten ist; der BFJ sieht sich für seine volkstreuen Aktivitäten stärkster staatlicher Repression ausgesetzt.

    • HocheneggBudenrenovierung und -ausbau durch die JKM! Rugia zu Krems, die in ihren repräsentativen und funktionellen Räumlichkeiten nun auch größere Veranstaltungen durchführen kann, die auch in der Öffentlichkeit und von den lokalen Medien wahrgenommen werden. Mit den neuen Räumlichkeiten bietet die Rugia auch eine attraktive Alternative zum städtischen Jugendzentrum, das in unmittelbarer Nachbarschaft gelegen ist, jedoch hauptsächlich von ausländischen Jugendlichen in Beschlag genommen wird.